Claudius Blume/ Juli 20, 2006/ 2006

Am 18. Juli 2006 veranstaltete das 7 Transport Regiment RLC auf der Riflerange Mandalay bei Sennelager für uns einen Schießwettbewerb. Jedes Viererteam hatte 40 Schuss auf 10 Ziele. In einer Vorrunde wurden die Startplätze für den Winners Cup und den Consolation Cup ausgeschossen. Geschossen wurde mit dem Gewehr der britischen Armee, dem Enfield L85.
Den Winners Cup gewann ein Team der britischen Soldaten souverän. Aber immerhin gewannen Klaus Fillies, Bastian Dawitz, Peter Adam und Wolfgang Blume den Consolation Cup.

Artikel der Neuen Westfälischen vom 20. Juli 2006:

Britische Freunde

Beziehung zu den Schützen hat hohen Stellenwert

VON PATRICK BOCKWINKEL

Oerlinghausen. „Unglaublich, das war einfach toll“, sagte ein von der Gastfreundschaft beeindruckter Jens Hartmann, Bierkönig der Oerlinghauser Schützengesellschaft, nach dem Vergleichsschießen mit den Soldaten des 7 Transport Regiment RLC (7 Tpt REGT RLC). Nach einem ersten Wettschießen auf dem Oerlinghauser Schießstand am Steinbült vergangenen Oktober (die NW berichtete), hatten die Briten jetzt zum Gegenbesuch auf den Truppenübungsplatz Sennelager eingeladen.

Seitdem die Oerlinghauser Tönsbergwacht ihr Mitglied David Owen – ehemaliger Berufssoldat – als amtierenden Schützenkönig am Schützenfest-Montag im vergangenen Jahr aus Jux von der Britischen Militärpolizei abführen ließ, pflegen die Schützen, aber vor allem die Bergwacht, beste Kontakte zuden Soldaten von der Insel, die in Bielefeld stationiert sind.

Am Dienstagnachmittag hatten die Briten einen Bulli samt Fahrer nach Oerlinghausen geschickt, der die Bergstädter zum Vergleichsschießen nach Paderborn kutschierte. Am Schießstand angekommen, gab es zunächst eine Unterweisung in das Standardgewehr der Britischen Armee. Anschließend erhielt jeder Oerlinghauser eine eigene Waffe. Zusammen mit dem jeweiligen Schützen, passten die Soldaten die Visiereinrichtung des Gewehrs an das Auge des Schützen an. „Jeder Mensch hat nämlich ein anderes Blickfeld“, erklärte Corporal Mark Norman.

Nachdem die Soldaten und die Oerlinghauser jeweils Viererteams gebildet hatten ging es ans Eingemachte. Reihum traten immer zwei Teams gegeneinander an. Von zwei kleinen Hügeln aus wurde im Liegen auf mehrere Metallscheiben in160 Meter Entfernung gezielt. Jede getroffene Scheibe ergab Punkte. Nach einer Gruppenphase wurde in einer KO-Runde der Sieger ausgeschossen.

Erwartungsgemäß hatten die Soldaten im Umgang mit ihrem Arbeitsgerät mehr Routine als die Bergstädter: Am Ende wurde ein britisches Viererteam auf der großen Ergebnistafel als Gewinner notiert. Die Schützen hatten im Finale gegen die Oerlinghauser Wolfgang Blume, Klaus Fillies, Peter Adam und Bastian Dawitz besser getroffen als ihre Gäste.

Vor der Siegerehrung durften die Oerlinghauser eine Vorführung der Briten bewundern. Auf einem Waldstück simulierten diese in vollem Kampfanzug eine Patrouille, die auf feindlichen Beschuss reagiert. Für das 7 TptREGT RLC ein durchaus reales Szenario. Schließlich waren einige der Soldaten noch vor kurzem im Irak im Einsatz.

Nach der Demonstration verlieh der kommandierende Offizier Lieutenant Colonel Stephen Shirley den Siegern beim Vergleichsschießen einen Pokal und dem Finalteam der Oerlinghauser den Cup für den Zweitplatzierten und bedankte sich bei seinen Gästen für ihr Kommen. Bevor sie allerdings in die Bergstadt zurück chauffiert wurden, wartete noch ein großes Buffet auf die Gäste.

Vor der Heimfahrt bedankten sich die Bergwächter und Schützen, Wolfgang Blume und Jochen Schneider, bei Kommandeur Shirley im Namen aller für die Gastfreundschaft der Soldaten. „Eure Herzlichkeit ist schon fast beschämend“, sagte Blume und kündigte ein baldiges Wiedersehen in der Bergstadt an.