Das Teutoburger Zentralmassiv, Tönsberg (von Norditalienern scheinbar auch „Monte Töns“ genannt), ist mit seinen imposanten 334m nicht zu unterschätzen. Anspruchsvolle Klettersteige, eine gefährliche Nordwand, das berauschende Bergpanorama der Gipfel-Restauration sowie die damit verbundenen überraschenden Wetterumschwünge machen den Bergsteigern das Leben schwer. Daher wurde auch bereits 1966 die Bergwacht gegründet. Zu den Aufgaben gehört neben zahlreichen Aktionen zum Schützenfest und anderen derartigen Veranstaltungen natürlich in erster Linie die Höhenrettung in gemäßigten Höhen. Ausrüstung und Ausbildung für die Bergung in unwegsamem Gelände, dem zentralen Gedanken des Rettungsdienstes der Tönsbergwacht, sind für Höhenrettungseinsatze optimal geeignet. Regelmäßiges Training im Klettersport (während des Aufstiegs zu unseren monatlichen Hüttenabenden) sowie regelmäßige Übungen in den Bereitschaften der verschiedenen Ortsteile sorgen für einen hohen Ausbildungsstand der Mitglieder. Jedes aktive Bergwachtmitglied ist für die Höhenrettung ausgebildet. Hier unterscheiden wir uns deutlich von anderen Rettungsorganisationen.

An dieser Stelle noch einmal der Hinweis an alle:
Im akuten Fall von Bergnot, Seenot oder Schützenfest sollte die Bergwacht umgehend alarmiert werden. Dies kann auf zwei Arten geschehen.
1. Durch Schreiben einer Postkarte an die Tönsbergwacht Oerlinghausen, Stichwort „Notruf“, Hauptstraße 57, 33813 Oerlinghausen oder
2. Durch lautstarkes Brüllen des allgemein bekannten Alarmierungsrufes: „Ein dreifach kräftiges Berg Heil, Berg Heil, Berg Heil“ (und diese Runde war wieder umsonst…)

Gruppenbild vom Bergwachtschießen 2018 mit fast allen Mitgliedern

Wenn wir nicht gerade in unserer Bergwachtkluft mit Lederhose, sondern in der Uniform der Oerlinghauser Schützengesellschaft unterwegs sind, dann erkennt man uns an dem Edelweißwappen, welches wir an der Uniform auf dem rechten Oberarm tragen. Das Edelweiß (lat.: Leontopodium alpinum) gilt als die Königin unter den Alpenblumen. Sie gehört zur Familie der Korbblütler und steht, wie viele Alpenblumen, unter Naturschutz. Das Edelweiß liebt sonnige, kalkreiche Rasenhänge wie den Oerlinghauser Tönsberg, wächst aber auch in Felsspalten bis zu 2.500 Meter. Die eigentliche Heimat dieser Pflanze liegt im Bereich des Himalaya. Während der Eiszeiten konnte sie in den Alpenraum einwandern und bis heute im Hochgebirge wie dem Teutoburger Wald überleben. Das Edelweiß ist zum Wahrzeichen des Alpinismus geworden.