Claudius Blume/ Juli 7, 2009/ 2009

Beim diesjährigen Schützenspaß am Schützenfestmontagmorgen testeten wir unser Bergwachtmitglied und Schützenkönig Jochen Schneider auf seine Tauglichkeit als Höhenretter, Schützenoffizier, Feuerwehrmann und Weltreisender in Sachen Elektromotoren. Das Abseilen aus dem Korb des Leiterwagens der Freiwilligen Feuerwehr meisterte Jochen trotz seiner anfänglichen Bedenken souverän. Die Fragerunde bestand er zumindest teilweise und beim Zielspritzen räumte er wirklich alles ab. Der abschließende Promilletest übertraf mit 1,6 Promille Alkohol in Jochens Blut unsere kühnsten Erwartungen. Respekt!

Artikel der Neuen Westfälischen vom 7.7.2009:

Der wahre Ort der Varusschlacht

Die Vümpfte schafft historische Fakten

Wenn morgens um halb sieben die Busse kaum in die Rathausstraße einbiegen können, wenn die Müllabfuhr eine Extrapause einlegen muss, dann ist Schützenfestmontag in der Bergstadt. Seit wann? „Seit Urzeiten“, sagt Presseoffizier Gerhard Ladugga. Und Ex-Zahlmeister Dieter Spilker (wer sonst) setzt hinzu: „Das ist entstanden, weil die Sparkasse einen ausgegeben hat.“

Gestern gab’s Bier aus der Ente der Thekentaucher und beinahe pünktlich um 7 Uhr setzten sich die Schützen in Marsch Richtung Rathausplatz. Dort warteten nicht nur Bürgermeisterin Dr. Ursula Herbort mit Landrat Friedel Heuwinkel, auch König Jochen Schneider thronte über allen Dingen: Er stand im Korb der Drehleiter der Oerlinghauser Feuerwehr.

„Die Varus-Schlacht hat in Oerlinghausen stattgefunden“, stellte dann Archäologe Indiana Jones (Kristian Hoffmann) von der Vümpften fest und spannte gleich seinen Vater, den Professor (Gerd Hoffmann), ein, um Varus und die Römer aus einer überdimensionalen Mikrowelle rauszulassen. Vielleicht waren sie zu gargekocht, jedenfalls wurden sie von den Germanen der Vümpften, die sich hinter mitgebrachten Birken versteckten, schnell platt gemacht. Und als Hermann Diekhoff als singender Germane mit seiner „blondgelockten Muse“ Kurt Schulte auftrat, war klar, warum die Germanen gewonnen hatten.

Einen spektakulären Auftritt hatte der da noch amtierende König Jochen Schneider: Er seilte sich aus dem Drehleiterkorb ab. „Ich hab ganz schön Angstgehabt“, gestand der seiner Mutter Marianne später auf dem Schützenplatz. Doch beim Klamauk der Bergwacht wurde er zunächst in einen Rollstuhl gesetzt und von Landrat Heuwinkel und Bürgermeisterin Herbort durch einen Slalom-Parcours in Position geschoben. Dann musste die Bürgermeisterin pumpen, damit seine Majestät mit einem Wasserstrahl auf Dosen zielen konnte. Seltsamerweise ging der erste Strahl so daneben, dass Bergwachtführer Wolfgang Blume eine kräftige Dusche abbekam.

Major Peter Meier überzeugte sich dann noch von der Produktivität des Schützenkönigs – und hielt ein „frischgelegtes“ Ei in die Höhe.