Claudius Blume/ Juni 7, 2012/ 2012

Jörg Kaiser hat sich selbst degradiert: Gleich bei seinem ersten Bergwachtschießen ließ das frischgebackene Mitglied der Tönsbergwacht den Adler nach einem gezielten Schuss herunterwehen und sicherte sich die Königswürde der Juxtruppe der Oerlinghauser Schützengesellschaft.
Mit einem verdutzten Blick hatte König Kaiser kurz nach dem entscheidenden Schuss den liebevoll von Rainer Wiegmann angefertigten und nun am Boden liegenden Holzadler begutachtet, den er als Trophäe kurz danach von seinem Vorgänger Thomas Salitter um den Hals gebunden bekam. Der viermalige Rekord-Regent Salitter, der deshalb von den Bergwächtern aus Mangel an Steigerungsformen den Titel eines König-Kaiser-Imperators verliehen bekommen hatte, hatte sein Zielwasser beim diesjährigen Bergwachtschießen zuhause gelassen. Da half auch die berüchtigte Feuerwurst aus der Zange von Grillmeister Rainer Wiegmann nichts. Bei den Insignien zeigten sich Frank Adam (Apfel), Markus Höhne (Zepter) und Patrick Bockwinkel (Krone) treffsicherer. Neue Bergwachtkönigin ist Susanne Schneider, die unter den Damen die meisten Ringe schoss.
Bei der Verleihung des Heinz-Meiser-Gedächtnis-Pokals musste improvisiert werden: Da Vorgänger Robin Grote den Kelch vergessen hatte und beim Schützenfest nun einige Runden ausgeben darf, wurde bei der Verleihung an Peter Adam auf ein Glas als Interims-Trophäe zurückgegriffen. Bester Pistolenschütze war Claudius Blume.
Mit dem Bergwachtkönig hat Familie Kaiser nun zwei Regenten im Haus. Der Jungschützenkönig der Schützengesellschaft ist Jörgs Sohn Luc.