Claudius Blume/ Juli 8, 2013/ 2013

Dieses Jahr präsentierten wir am Schützenfestmontag ein ganz besonderes Event: Die ersten Oerlinghauser Kurzfilmfestspiele! Überraschenderweise räumte ein einziger Film gleich sämtliche Preise in den verschiedenen Kategoriern ab. Die lebensgroßen Oscars gingen an unsere Bürgermeisterin Ursula Herbort für die beste Hauptrolle ohne eigenen Auftritt, an Hans Brinkmann für die beste Regie und an Pit „Weidenfäller“ Jelen für die beste Nebenrolle. Der Sonderpreis, die goldene Kamera ging an einen einsamen Raucher vom Bremer Eck.

 

Aus der Neuen Westfälischen vom 9. Juli 2013:

Oscarreife Leistungen in „Oerlywood“

Juxtruppen schießen humorige Pfeile ab

Oerlinghausen. „Schön, dass es hier nachtaktive Humoristen gibt. Da wird sogar das Rathaus über Nacht zum Adventskalender.“ Bürgermeisterin Dr. Ursula Herbort weiß, dass sie am Schützenmontag die Regierung der Stadt an die Schützen abgeben muss.

Die haben sich seit 6.30 Uhr auf der Detmolder Straße versammelt, Bier und Melm’scher machen die Runde. Manche können nur mit Sonnenbrille klarkommen, andere sind fit. Ihno Zimmermann krächzt ein wenig. „Ich habe gestern zu viel geraucht“, sagt der neue Spieß der 4. Kompanie. Ja klar. Pünktlich um 7 Uhr setzt der Zug sich in Bewegung, Richtung Rathausplatz. Dort werden die Schützen von Bürgermeisterin Herbort empfangen.

Den Auftakt der Juxtruppen macht die Bergwacht. Eine Oscarverleihung gibt es in „Oerlywood“. Und das Besondere an dieser Auszeichnung für die Hauptdarstellerin des einzigen Filmes des Wettbewerbs: Sie hat in dem Filmchen gar nicht mitgespielt. Sie sei ein „joggendes Tönsberghuhn“, sagt Laudator Wolfgang Blume. „Immer nüchtern und juristisch Advokats Liebling. Eine Frau wie die Bildzeitung: Unparteilich und überabhängig.“ Der Oscar für die beste Darstellerin geht an Dr. Ursula Herbort.

Wie immer nehmen die Bergwächter kein Blatt vor den Mund und schlachten die fälschlich behauptete Vorteilsnahme im Amt herzhaft aus. Deshalb geht auch die Goldene Kamera an Andreas Schröder, der allerdings nicht anwesend ist.

Die Vümpfte nimmt die zahlreichen Zuschauer mit auf eine Reise durchs Jahr. Moderator Kristian Hoffmann prophezeit, dass Oerlinghausen den Preis „WDR 5 für eine Stadt“ bekommt, weil der „an die Stadt mit der schlechtesten Bürgerbeteiligung geht“. Er spricht davon, wie im Sommer Herbort den Hengst Bürokrates beim Turnier des Reitvereins „Lippische Rose“ bändigen wird. Und im Dezember werden aus den Rathausfenstern Weihnachtslieder erschallen, und die Bürgermeisterin wird ein Krippenspiel aufführen.

 

Aus der Lippe aktuell vom 13. Juli 2013:

Kein Schützenfest ohne Jux

Bei den Montagmorgen-Scherzen waren Hänsel und Gretel aus dem Häuschen

Oerlinghausen (kd). Kein Schützenfest ohne Montagmorgen-Spaß. Die Bür­ger­meis­te­rin Dr. Ur­sula Her­b­ort sollte recht be­hal­ten, als sie mein­te: „Ihr schafft es im­mer wie­der, Oer­ling­hau­sen und die Welt schwer zu be­ein­dru­cken.“

Die Jux­truppe „­Berg­wacht“ ü­ber­trug die Os­car-Ver­lei­hung live auf dem Rat­haus­platz mit drei le­ben­den gol­de­nen Tro­phäen. Alle wa­ren für einen ein­zi­gen Film be­stimmt. Da­mit spielte die „­Berg­wacht“ auf einen kur­zen Strei­fen an, der in Oer­ling­hau­sen für eine Ver­leum­dungs­kam­pa­gne ver­wen­det wur­de. Die „­Aus­zeich­nun­gen“ konn­ten je­doch nicht ü­ber­ge­ben wer­den, weil die Ak­teure nicht er­schie­nen wa­ren.

­Die zahl­rei­chen Vor­schlä­gen, den Rat­haus­platz zu ver­schö­nern, nahm die „Vümfte“ aufs Korn. In kur­zer Folge wur­den die di­ver­sen Vor­schläge an­schau­lich ins Bild ge­setzt. Die Band­breite reichte von der Bi­ath­lon-Meis­ter­schaft ü­ber einen Sei­fen­bla­sen-Wett­be­werb bis hin zum Rat­haus als Ad­vents­ka­len­der.

­Bei der MSKK-Show im Fest­zelt er­leb­ten die Zu­schauer einen mär­chen­haf­ten Rund­gang durch Oer­ling­hau­sen. Mit Frau Holle ging es „­Ganz in Weiß“ ü­ber die Him­mels­lei­ter, zum Tisch­lein deck‘ dich am Berg­g­ast­hof er­klang „­Sie­ben Fäs­ser Wein“.

Als Ste­fan Heißen­berg als Aschen­brö­del strippte und Ralf Klo­cke den Sän­ger Mi­ckie Krause mit „­Sie hatte nur noch Schuhe an“ imi­tier­te, hielt es die Zu­schauer nicht mehr auf ih­ren Sit­zen.

­Wahre Be­geis­te­rung lös­ten auch Pe­ter Mei­er, Wolf­gang Gro­ne­meier und Lutz Gro­ne­meier aus, die als El­fen in Ba­de­anzü­gen zu klas­si­schen Klän­gen das Syn­chron­schwim­men üb­ten. Wie un­ter­schied­lich das Volks­lied „Hän­sel und Gre­tel“ als Rap, Coun­try oder Neue deut­sche Welle in­ter­pre­tiert wer­den kann, führ­ten Bernd Ober­schelp (Ge­sang) und Da­vid Clarke an der Gi­tarre vor.