Claudius Blume/ Juli 8, 2011/ 2011

Anfang Juni durften wir mal wieder britische Soldaten des 7. Transportregimentes aus Bielefeld zum Vergleichsschießen bei uns auf dem Schützenplatz begrüßen. Die Soldaten wurden guter zweiter Sieger. Im Vordergrund stand aber eh das gemütliche Beisammensein bei Chili con Carne und reichlich Herforder Pils. Hier der Artikel aus der Neuen Westfälischen vom 8.7.2011:

Zielsichere Briten

Vergleichsschießen mit der Tönsbergwacht

Ein Indianer kennt keinen Schmerz, ein Engländer aber offenbar auch nicht. Obwohl Callum Watt vom in Bielefeld stationierten 7. Transportregiments (7 Tpt Regt RLC) der britischen Armee erst kürzlich am Schlüsselbein operiert wurde, stemmte sich der Warrant Officer Class 2 beim Vergleichsschießen mit der Oerlinghauser Tönsbergwacht wacker das Kleinkalibergewehr in die Schulter und nahm die 50 Meter entfernte Pappscheibe ins Visier.

Mit 20 Mann waren die Briten der Einladung der Juxtruppe der Bergstädter Schützen gefolgt, mit denen sie seit Jahren eine innige Freundschaft pflegen. Das jetzige Treffen war aber kein Wiedersehen, sondern eher ein großes Kennenlernen. Von denen den Bergwächtern bekannten Gesichtern dient inzwischen keins mehr in der Bielefelder Catterick-Kaserne. „Die Soldaten sind nur wenige Jahre an einem Standort, manche sogar nur ein paar Monate“, weiß David Owen, ehemaliger britischer Soldat und in Oerlinghausen wohnendes Bergwacht-Mitglied. Durch ihn ist die Freundschaft zu den Briten entstanden, die richtig Spaß an dem Abend hatten.

Bei einem deftigen Mahl und hopfenhaltigem Zielwasser frischten Bergwächter und Schützen in Gesprächen ihre Englischkenntnisse auf, auch wenn es nicht immer ganz einfach war, im Dickicht der englischen Dialekte die passende Übersetzung zu finden.

Nachdem im Laufe des Abends alle geschossen hatten, wurden die Sieger ausgezeichnet. Anstatt Medaillen oder Urkunden erhielten die zielsichersten Briten diesmal Sonnenhüte und Strohmatten – nicht ohne Hintergedanken. Mit den Worten „For your next visit at Cyprus“, überreichte Bergwächter Wolfgang Blume den Gewinnern unter schallendem Gelächter der Soldaten die Preise. Der Grund: Das 7. Transportregiment war in jüngster Zeit häufig auf Zypern im Auslandseinsatz.